Sieg bei der NBA Basketball Challenge 2003

Wieder einmal Freitag Abend. Um halb elf reden die Altenerdinger Basketballer nach dem Training in der Umkleidekabine über die Abendplanung. Schließlich geht dann um 24 Uhr nach duschen, Umziehen und Essen los. Wieder einmal eine Party, wo der Alkohol nur so fließt. Aber irgendwas stimmt heut nicht: Die Basketballer trinken nicht! Nur vereinzelt sieht man einen mal an einem Bier nippen, und das fast schon beschämt darüber, dass man als einziger trinkt. Dann um ein Uhr werden die ersten Stimmen laut heimzufahren... Also irgendwas läuft an diesem Freitag den 27.06.03 anders als an anderen Freitagen - Ganz recht: ItŽs Challenge Time!!!!!!! Die Zeit im Jahr auf die sich die Erdinger Basketballer am meisten freuen. Im Vorfeld wird wochenlang über die Ereignisse im vorangegangenen Jahr geredet, Freunde zum Megaereignis eingeladen (vor allem natürlich Mädchen) und das Wochenende geplant. Und jetzt ist es endlich soweit, nur noch einmal schlafen! Daheim angekommen wird erst mal der Wecker gestellt für die nächste Früh ohne jegliche Aggressionen, obwohl es sich um einen Sams-endlich Ausschlafen-tag handelt. Jedoch hätte das Team auf den Wecker verzichten können, zu groß ist die Vorfreude auf den nächsten Tag, so dass eh niemand verschlafen hätte, da er eh die halbe Nacht wach lag. Samstag 28.06.03 10.30 Uhr - Abfahrt in Erding Der Titelverteidiger der Profi-Division (höchste Division unter All-Star) reist an. Nervosität und Unsicherheit macht sich in den Autos aufgrund der offenstehenden Fragen breit: - Hält das Team? - Wie sind die Gegner? - Spaßfaktor am Wochenende? - Kommt die hübsche Blonde von gestern? - Kann ich krass auf? Am Olympiagelände angekommen bricht erst mal Hektik aus, denn zwei der drei Gruppengegner treffen aufeinander. Schnell erste Eindrücke bzw. Schwächen über den Gegner ausmachen. Beide Teams begeistern bzw. beängstigen die Erdinger durch Kampfgeist, gute Defense und körperliche Stärke. Plötzlich: „Hey schaut euch die an!“ Gemeint ist der Haufen Bodybuilder in Challenge-Trikots, die sich interessiert das Spiel anschaun- das müsste der erste Gegner sein. Tatsächlich diese Viecher schlendern zum selben Spielfeld wie die Erdinger. Auf dem Spielfeld waren die Mienen der Gegner beim Anblick der Altenerdinger leicht zu entziffern: „Was gehtŽn? Diese Milchbubies, die auch noch „Einsame Trucker“ heißen: Kein Problem!“ Los gings wir starteten und ließen durch schnelles Spiel und Fast-Break-Basketball die schwerfälligen Urgetümer alt aussehen und kamen zu einer beruhigenden Halbzeitführung. In der zweiten Hälfte ließ der Gegner seine Unzufriedenheit über das eigene Spiel an den kleinen, lieben Erdinger raus und setzten verstärkt Körpergewicht, Ellbogen und andere unsportliche und vor allem unerlaubte Mittel ein, so dass es schließlich sogar zu zwei Handgreiflichkeiten kam. Zum Glück konnten wenigstens die Trucker ihre Aggressionen zurückhalten und brachten das Spiel mit einem 10 Punkte Vorsprung über die Runden. Das war schon ein ganz anderes Niveau als im letzten Jahr lautete das Fazit aus dem Spiel. Als nächstes warteten die Verlierer aus Spiel 1, bei dem es jetzt schon um alles ging. Wieder schnell spielen und weiter die Zone dicht halten hieß es vor dem Spiel. So ging es auch los, hinten den Ball gewonnen und schnell nach vorne gespielt. Doch nun der große Schock: Ein lautes Aufschreien und ein humpelnder Konsti verlässt das Spielfeld. Was ist passiert? Umgeknickt lautet die Diagnose, die jeden Basketballer in Erfurcht erstarren lässt. Nachdem schon Jan Thies, der Topscorer der Herrenmannschaft auf die gleiche Weise die Teilnahme an der Challenge verbaut wurde, fällt nun auch Konstantin-Chefmotivator und Mr. Spielfreude aus. WarŽs das für die Erdinger? Nein, ganz im Gegenteil, sie verzeichneten einen 9:0 Run und kämpften wie die Löwen gegen sehr starke und körperlich überlegene Gegner. Mit einem 6 Punkte Vorsprung konnte das Spiel beendet werden, nachdem sich beim Gegner auch zwei Spieler verletzten. Niedergekämpft aber überglücklich zogen die Erdinger nun weiter. Wie im letzten Jahr beschloss man den Tag im Pizza Hut ausklingen zu lassen. Schließlich traten die Basketballer mit gemischten Gefühlen die Heimreise an: Man steht zwar wahrscheinlich im Halbfinale, doch scheint der Division Champion Titel auf Grund der Personalsituation in weite Ferne gerückt zu sein. Daheim angekommen stand Ausschlafen für die Spieler im Vordergrund und nur vereinzelt traf man die Basketballer im „Erdinger Nachtleben“ vor. Sonntag 29.06.03, das letzte Gruppenspiel stand vor der Tür. Der Gegner war zwar diesmal ausnahmsweise nicht körperlich überlegen, aber extrem Spielstark. Trotzdem konnte man in der Anfangsphase wieder einmal einen Vorsprung herausspielen, jedoch gab sich der Gegner niemals auf und drehte in der Schlussphase mit erfolgreichen 3-Punkte Würfen die Partie. Im Angriff hatten die Erdinger keine Antwort parat und verloren schließlich mit 3 Punkten Unterschied. Beim Betrachten der Tabellensituation begann nun die große Unsicherheit: 3 Teams mit jeweils 2 siegen aber nur zwei rücken ins Halbfinale vor... aber man wurde wegen des besten Punkteverhältnisses Gruppen erster und stand nun zusammen mit dem Gegner aus dem letzten Spiel, bei denen es sich um übrigen um die bisher fairsten und nettesten Gegner handelte, in der Runde der letzten vier. Beim Anblick des Teams wurde jedoch den Zuschauern Angst und Bange. Unmotiviert und eindeutig niedergeschlagen wärmten sich die Trucker vor dem Halbfinalspiel auf, in dem sie gegen Gegner antraten, die sich eindeutig in höheren Ligen als der Kreisliga aufhalten. Anpfiff, los geht es. Ein spannendes Spiel, es geht hin und her. Um jeden Punkt wird hart gekämpft, hinten bloß keine leichten Punkte zulassen und immer schnell nach vorne laufen. Das war nicht nur die Devise im ganzen Turnier, sondern auch das Spiel der Erdinger in diesem Halbfinale dass den rund 30 Zuschauern Hoffnung gab auf das Erreichen des Finales. Schließlich war es geschafft, man setzte sich gegen übermächtige Gegner knapp durch und erreichte das alles entscheidende Spiel. Man sah förmlich wie den Spielern die Last vom Herzen fiel und die Spieler verloren sich im Freudentaumel der Meute. Jetzt kann man jeden schlagen, man vertraute wieder komplett auf die eigen Stärke. Der Traum der Titelverteidigung schien in greifbarer Nähe. Der Gegner, ähnlich denen aus dem Halbfinale, und dazu noch ungeschlagen, also hieß es eine harte Nuss zu knacken... Das Spiel entsprach den Erwartungen – ein wahrer Kampf um jeden Punkt. Der für die Erdinger typischen Anfangsoffensive wurde zum ersten Mal Parole geboten und so blieb der der Punktestand während der gesamten Partie ziemlich ausgeglichen. Kuriosum am Rande: nach Videobeweis konnten die Erdinger erfolgreich gegen das mit dem Zählen überfordertes Kampfgericht Protest einlegen und bekamen nicht nur zwei Punkte gutgeschrieben, sondern zerstörten dadurch auch den Spielfluss der Gegner. 2 Punkte Vorsprung nur noch 15 Minuten zu Spielen – AUF GEHTŽS ERDING! Die Gegner gaben sich nie gegen die verbissen verteidigende Mannschaft auf, so dass die Partie bis zuletzt offen blieb. Doch es kam zu einem Happyend. Die Trucker entschieden das Spiel für sich und gewann im zweiten Jahr hintereinander ihre Division. Doch es blieb nicht lange Zeit zum feiern. Zeitgleich spielten „die Kleinen“ (B-Jugend der SPVGG Altenerding). Ausgeglichener Spielstand, nicht mehr lange zu spielen, so hieß die Ausgangslage. Doch durch Laut-Hals anfeuernde Herrenspieler und Anhang zogen sie souverän ins Finale ein, nachdem sie im letzten Jahr ebenfalls ihre Division gewinnen konnten. So erwartete man im Finale natürlich auch den Double Gewinn. Die Zuschauer taten ihr möglichstes und erzeugten durch Plastikflaschen auf den schlagen eine Geräuschkulisse, das sogar den Centrecourt mit der 10fachen Zuschauerzahl einpacken konnte. An Spannung konnte das Spiel kaum übertroffen werden – es ging in die Verlängerung, doch die Erdinger verloren schließlich höchst unglücklich im Sudden-Death. Der totale Triumph aus Erdinger Sicht kam zwar dank der Finalniederlage der Kleinen nicht zustande, doch insgesamt betrachtet wird das Wochenende wohl unvergessen bleiben. Zum Abschluss ging der hungrige Mob von mehr als 20 Leuten zusammen zum Essen. Wohin? Natürlich zum Pizza Hut, was zu einem obligatorischen Challenge Ereignis geworden war. Selten geht ein Wochenende so schnell vorbei und selten erlebt man an zwei Tagen soviel wie bei der Challenge. Also, wir kommen (und hoffentlich siegen) wieder! THREEPEAT!!! Abschließend gönnten sich die Sieger einheitlich im Division Champion Shirt eine Maß am Erdinger Stadtfest und rundeten so das schönste Wochenende im Jahr gebührend ab. Die Spieler: Aydin Davulcu: überragende Defense, nicht vom Ball zu trennen, Denker und Lenker, verlässliche Stütze im Angriff Timm Fiege: Die Körbe gehörten ihm. Konnte im Angriff nie gestoppt werden Chris Voigt: Hervorragende Defense mit zahlreichen Ballgewinnen, kein Spiel ohne Punkte von ihm Christoph Hüttenkofer: Harte Kämpfer im Angriff sowie in der Verteidigung, Halbfinalerfolg beruht hautsächlich auf seiner überragenden Leistung Christoph Ruzicka und Manuel Ott: Gute Defense, kompensierten die Ausfälle von Konsti Hartl und Jan Thies. Konsti Hartl: leider nur im Spiel 1, sonst hätten wir noch viel mehr spektaluräres von ihm gesehen, wichtiger Bestandteil des Teams durch seine Anfeuerungsrufe und ständige Motivation der Spieler Vielen Dank allen die dabei waren. Wir hoffen ihr hattet Spaß und seid auch im nächsten Jahr wieder dabei. Durch euer Anfeuern habt ihr zum Sieg beigetragen, wofür wir euch allen sehr dankbar sind. Special Props an die Semme Mama und den Miki für die wie immer geilen Fotos. (Viele sind schon auf der Seite, aber es folgen noch welche: Partyfotos/Challenge 2003.) Und Megaprops an die Angi für des hammergeile Video. Eure Einsamen Trucker